KI generierte Internetwerbung für Immobilien – Fluch oder Segen?

Maklerinserat einer Wohnung beim Flughafen: „Ruhiges Wohnen im Grünen“. Fensterläden im KI überarbeiteten Bild, die zwar in Südschweden gebräuchlich, bei uns aber nicht zu bekommen sind. Texte, die so langweilig sind, dass schon nach den ersten 3 Worten der Drang zum Gähnen nicht mehr zu unterdrücken ist.
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KI generierte Internetwerbung für Immobilien – Fluch oder Segen?
© Ivalu

Angebote über KI generierte Internet Werbung fluten die Postfächer von Immobilienleuten. „100 Euro für 50 Anzeigen, generiert in wenigen Sekunden!“ „Günstige Leads jeden Tag in Deinem Postfach“ „So erreichst Du Tausende Immobilienkunden mit einem Bruchteil Deines Budgets“

Klingt verdammt nach dem berühmten Prinzen aus Mozambique oder dem Sohn des Schwagers von Mohamed Ben Salah, Öl-Tycoon aus Abu Dhabi, der genau Dich als Erben auserkoren hat.

Und dennoch fallen diese Scams auf fruchtbaren Boden. Was ich immer wieder faszinierend finde, denn gerade in der Immobilienwirtschaft sollte der Satz: „There is no such thing as a free lunch“ wohlbekannt sein.

Ja, KI macht das Leben leichter. Und schneller. Und in seltenen Fällen auch inspirierter. Und es ist ein verdammt mächtiges Werkzeug.

Aber: Niemand (mit Verantwortungsbewusstsein) würde eine Finanzentscheidung ungeprüft von der KI treffen lassen. In der Kommunikation passiert aber genau das. Tausendfach. Unter diesem Posting findet man ohne Probleme hunderte, die von einer KI erstellt und ungeprüft übernommen wurden.

By the way: Wer in der Werbung Versprechen über Immobilien macht, die nicht gehalten werden können, ist rechtlich haftbar. Viel Spaß beim Regressieren gegen OpenAI oder Anthropic.

Die KI macht immer ein Fazit, also mach ich das jetzt auch: KI Anwendungen sind ein Segen, wenn sie richtig genützt werden. Von Menschen, die Spezialisten in der Materie sind.

Foto: generiert mit KI (nanobanana), ich bin leider kein Prinz und war noch niemals in Mozambique

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