Welche Aufgaben müssen digitale Lösungen primär erfüllen?
Das Problem ist, dass wir zwar wollen, dass uns die digitalen Lösungen viel Arbeit abnehmen, aber gleichzeitig die Anforderung stellen, dass sie keine Fehler machen dürfen. Und wenn der Mitarbeiter bei der Bedienung des Tools Fehler macht, dann geben wir auch dem Tool die Schuld.
Was digitale Tools wirklich gut können ist archivieren und vernetzen von Daten. Sie können bei Entscheidungen helfen, dass man informierter entscheidet, weil alle Infos auf Knopfdruck zur Verfügung stehen.
Welche digitale Lösung würden Sie empfehlen und warum?
Wir sind große Fans von Slack, ein Tool das gleichzeitig den Drang der Mitarbeiter, zu „chatten“ und zu „messagen“ stillt, das dort ausgetauschte Wissen aber für Kollegen, die es später brauchen, sinnvoll aufbewahrt. Man kann auch „Tickets“ verfolgen, wo alle sehen was bei der Reparatur oder beim Mietvertrag der aktuelle Stand ist und was der nächste Schritt ist. Aber die Tools von ImmoUnited zum Beispiel haben unsere Branche revolutioniert, von denen bin ich auch begeistert, obwohl sie nicht ganz billig sind…
Wie sieht die aktuelle Strategie des Unternehmens zum Thema Digitalisierung aus?
Wir sind ein Digital-First Unternehmen, alle Prozesse sind digital und es wird nur mehr in Einzelfällen ausgedruckt. Aber die größte Herausforderung ist sicher „Big Data“, also dass Informationen (und vor allem Fotos!) die von einem Mitarbeiter erhoben wurden auch anderen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, die zum Erhebungszeitpunkt noch gar nicht wussten dass sie das später Mal brauchen werden. Wie hebe ich sowas auf? Wie beschrifte ich ein Foto so, dass man Jahre später noch weiss was drauf ist? Beim Bau sieht jede Ecke gleich aus…