Herr Reindl, welche Aufgaben müssen digitale Lösungen in der Immobilienwirtschaft heute primär erfüllen?
Dietmar Reindl: Digitale Lösungen müssen vor allem eines: Abläufe beschleunigen. In der Projektentwicklung und im Asset Management ist Zeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wenn Prozesse digital sauber aufgesetzt sind, verkürzen sich Entscheidungswege, Abstimmungen werden klarer und Doppelgleisigkeiten vermieden.
Gleichzeitig spielt die Datensicherheit eine zentrale Rolle. Wir arbeiten mit sensiblen Vertragsunterlagen, Finanzierungsdaten und personenbezogenen Informationen. Hier braucht es Systeme, die höchste Sicherheitsstandards erfüllen.
Ein weiterer Kernpunkt ist die effiziente Datenablage und -suche. In Immobilienprojekten entstehen tausende Dokumente – von Plänen über Ausschreibungen bis hin zu Angeboten. Diese müssen strukturiert abgelegt und jederzeit auffindbar sein.
Nicht zuletzt sorgen digitale Tools für einen professionellen Auftritt – unabhängig von Unternehmensgröße oder Mitarbeiteranzahl. Digitale Prozesse schaffen Transparenz und Verlässlichkeit, das wirkt nach innen wie nach außen.
Und ganz entscheidend: die Projektkommunikation. Der nachvollziehbare Austausch von Plänen, Ausschreibungen, Angeboten und Dokumenten ist heute digital organisiert. Das schafft Klarheit und reduziert Reibungsverluste.
Wofür setzen Sie Künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen konkret ein?
Dietmar Reindl: KI ist für uns ein praktisches Werkzeug – kein Selbstzweck. Wir nutzen sie etwa bei der Erstellung von Vertragskonzepten. Das spart Zeit in der Vorstrukturierung und schafft eine solide Diskussionsbasis.
Darüber hinaus funktioniert KI für uns als eine Art „bessere Suchmaschine“. Wenn wir Kostenbenchmarks, Rechtsnormen oder Vergleichsdaten benötigen, erhalten wir schneller strukturierte Antworten.
Ein weiterer Einsatzbereich ist die Visualisierung: Für den Ersteindruck von Projektumsetzungen lassen wir Bilder generieren. Das ersetzt keine Architektenleistung, hilft aber bei der frühen Kommunikation von Ideen.
Auch bei Reportings und der Erstellung von Projektkostenrechnungen unterstützt uns KI. Sie hilft, Daten aufzubereiten, zu strukturieren und Zusammenhänge schneller sichtbar zu machen. Das steigert Effizienz und Entscheidungsqualität.
Welche digitale Lösung würden Sie aktuell besonders empfehlen – und warum?
Dietmar Reindl: Ich empfehle klar Planfred. Es ist eine digitale Projektplattform, die einfach, effizient und zugleich kostengünstig ist.
Gerade in Bau- und Immobilienprojekten ist eine strukturierte Kommunikation essenziell. Planfred ermöglicht einen transparenten Austausch von Plänen und Dokumenten, ohne unnötige Komplexität. Für uns ist das ein Werkzeug, das sofort Mehrwert bringt – ohne lange Implementierungsphase oder hohe Einstiegshürden.
Foto: Schmiedbauer