Mein virtueller Assistent hat über Nacht Kundenanfragen bearbeitet, Marktanalysen durchgeführt und sogar ein paar personalisierte Mails verschickt, die so freundlich und warmherzig klingen, dass selbst ich manchmal vergesse, dass sie von einer Maschine geschrieben wurden.
Mein erster Termin führt mich zu einer Familie, die ihr Haus verkaufen möchte. Früher hätte ich mich mit Excellisten herumgeschlagen, Vergleichsobjekte mühsam zusammengetragen und mich stundenlang mit halbwegs plausiblen Preisprognosen beschäftigt. Heute? Heute flüstert mir meine KI Uzair von Lifesycle in mein virtuelles Ohr: „Gute Lage, geringe Fluktuation, Preissteigerungspotenzial von 3,8 % in den nächsten zwölf Monaten – und übrigens, Herr Meier ist eher der emotionale Typ, also spar dir die harten Fakten und erzähl ihm, wie wunderbar die Morgensonne auf die Veranda fällt.“
Ich nicke dankbar – ob meiner KI oder mir selbst, ist mittlerweile schwer zu sagen. Beim Gespräch glänze ich mit maßgeschneiderten Insights, lasse Zahlen beiläufig einfließen, als hätte ich sie eben erst beim Frühstückskaffee aus dem Ärmel geschüttelt, und nicke verständnisvoll, als Herr Meier mir von den vielen Erinnerungen erzählt, die dieses Haus für ihn birgt. KI kann viel – aber rührselige Nostalgie, das bleibt dann doch mein Metier.
Kaum zurück im Büro – wobei „Büro“ ein dehnbarer Begriff ist, denn mein Laptop und meine Cloud sind mein wahres Headquarter – übernimmt ModelProp die Arbeit. Während ich in aller Ruhe einen zweiten Kaffee genieße, analysiert die Software das Onlineverhalten potenzieller Käufer, identifiziert die perfekte Zielgruppe für dieses Haus und spielt maßgeschneiderte Werbeanzeigen aus. Früher hätte ich mich mit Flyern, Schaufensteraushängen und der vagen Hoffnung, dass irgendwer aus der Nachbarschaft eine nette Cousine mit Umzugsplänen hat, zufriedengegeben. Heute wirft RoboTeer eine KI-optimierte Kampagne ins Rennen, die genau die Menschen anspricht, die sich nicht nur für ein Haus, sondern genau für dieses Haus interessieren.
Am Nachmittag steht eine Besichtigung an – oder besser gesagt: mehrere. Und zwar gleichzeitig. Willkommen im Zeitalter der virtuellen Realität. Während meine Kunden entspannt in ihren Wohnzimmern sitzen, schlendern sie per 3D-Rundgang durch Immobilien, als wären sie persönlich vor Ort. Und wenn einer von ihnen fragt, wie das Licht im Winter in die Küche fällt? Kein Problem. Die KI simuliert verschiedene Tages- und Jahreszeiten. „Hier sehen Sie das Haus an einem sonnigen Morgen im Oktober – wunderschön, nicht wahr?“ Und ja, es ist wunderschön. Ein bisschen gruselig, aber wunderschön.
Der Tag neigt sich dem Ende zu – zumindest für mich. Für meine KI beginnt jetzt erst die Spätschicht. Spectre analysiert Marktveränderungen und gibt mir Empfehlungen für potenzielle Neukunden, mein automatisierter Assistent verschickt höfliche Nachfassmails („Darf ich Ihnen weitere Informationen senden? Oder soll ich einfach so tun, als hätte ich nie existiert?“ – natürlich nicht in diesen Worten, aber so stelle ich es mir vor) und mein CRM bereitet eine präzise Zusammenfassung meines Tages vor, inklusive Performance-Analyse und Optimierungsvorschlägen.
Und ich? Ich lehne mich zurück und genieße das Gefühl, nicht nur effizient, sondern auch unschlagbar smart zu sein. Die Wahrheit ist: Ich arbeite nicht weniger als früher – ich arbeite einfach klüger. Und während andere Makler noch in endlosen Excel-Tabellen versinken, habe ich Zeit für das, was wirklich zählt: Meine Kunden, meine Marke und ja, vielleicht auch mal einen Feierabenddrink ohne das Gefühl, den halben Tag im Chaos verloren zu haben.
Die Zukunft des Immobilienmaklers ist nicht KI gegen Mensch. Die Zukunft ist KI mit Mensch. Und ganz ehrlich? Ich kann es kaum erwarten, was als Nächstes kommt.
Und ich? Ich lehne mich zurück und genieße das Gefühl, nicht nur effizient, sondern auch unschlagbar smart zu sein. Die Wahrheit ist: Ich arbeite nicht weniger als früher – ich arbeite einfach klüger. Und während andere Makler noch in endlosen Excel-Tabellen versinken, habe ich Zeit für das, was wirklich zählt: Meine Kunden, meine Marke und ja, vielleicht auch mal einen Feierabenddrink ohne das Gefühl, den halben Tag im Chaos verloren zu haben.
Die Zukunft des Immobilienmaklers ist nicht KI gegen Mensch. Die Zukunft ist KI mit Mensch. Und ganz ehrlich? Ich kann es kaum erwarten, was als Nächstes kommt.